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Wie funktioniert DDoS-Schutz im Detail?

Die IT-Sicherheit wird für Unternehmen immer wichtiger, nicht nur im Rahmen von NIS2 wird mehr Resilienz verlangt, es ist schlicht notwendig, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und keine Umsatzeinbußen zu riskieren. Angriffe durch DDoS nehmen seit Jahren deutlich zu. Laut Cloudflare ist die Anzahl der DDoS-Angriffe allein von 2024 auf 2025 um 170% gestiegen.

Bei einem DDoS-Angriff schicken sehr viele Geräte gleichzeitig (oft ein Botnetz aus gehackten Computern) viele Anfragen an ein einzelnes Ziel. Der Server ist überfordert, was zur Folge hat, dass echte Nutzer nicht mehr reinkommen.

Gegen eine DDoS-Attacke existieren aber effektive Maßnahmen, welche einem Angriff den Schrecken nehmen können. Immer mehr Unternehmen setzen daher DDoS-Schutz und handeln besser heute als morgen.

Ein DDoS-Schutz (Distributed Denial of Service Protection) kombiniert mehrere technische Verfahren, um Angriffe zu erkennen, zu filtern und unschädlich zu machen, bevor sie die eigentlichen Systeme überlasten. 

 

Was ist ein DDoS-Schutz?

Ein DDoS-Schutz funktioniert durch eine Kombination aus den Aspekten – erkennen, filtern, verteilen und skalieren. Im Ergebnis bleiben Website oder Infrastruktur stabil und erreichbar, selbst wenn sie massiv angegriffen wird.

Im Folgenden werden genaue Stufen skizziert – von der Erkennung bis zu den Abwehrmaßnahmen. 

 

Verkehrsanalyse in Echtzeit (Traffic Monitoring)

Der gesamte eingehende Traffic wird permanent überwacht und mit normalen Nutzungsmustern verglichen. Sobald der Traffic von der Norm abweicht, schlägt das System Alarm.

Der Schutzdienst nutzt u. a.:

  • Baseline-Profile (wie viel Traffic ist normalerweise üblich?)
  • Signaturerkennung (bekannte Angriffsmuster)
  • Anomalieerkennung (z. B. plötzliche Traffic-Spitzen, ungewöhnliche IP-Cluster)
  • Verhaltensanalyse (wie interagieren Anfragen mit dem System?)

 

Traffic-Filterung und Scrubbing

Wenn verdächtiger oder bösartiger Traffic erkannt wurde, wird dieser gefiltert. Dazu gibt es verschiedene Levels:

a) Rate Limiting

b) IP-Blockierung / Blacklisting

c) Challenge-Response-Mechanismen

d) Scrubbing-Center

Der Traffic wird durch große, verteilte Filterzentren geleitet. Diese entfernen schädliche Pakete und lassen nur legitime Daten weiter.

 

Anycast-Verteilung bei großen Cloud-Anbietern

Moderne DDoS-Schutzsysteme nutzen ein globales Anycast-Netzwerk. Das bedeutet der Traffic wird weltweit auf viele Knoten verteilt und ein Angriff trifft nicht einen einzelnen Server, sondern hunderte Systeme.

Dadurch wird die Last abgefangen und entschärft, für sehr große Angriffe ist das entscheidend.

 

Spezialisierte Abwehr für verschiedene Angriffstypen

  • Volumenbasierte Angriffe (Layer ¾) werden durch Bandbreitenpolster, Paketfilter und Scrubbing neutralisiert.
  • Protokollbasierte Angriffe werden durch Protokollvalidierung und Firewalls blockiert.
  • Layer-7-Angriffe (HTTP-Floods) werden durch Bot-Detection, Browser-Fingerprinting, Behavior-Based Filtering und WAF-Regeln abgewehrt.

 

Automatische Skalierung

Viele Anbieter nutzen Cloud-basierte Kapazitäten. Wenn ein Angriff wächst, wird automatisch zusätzliche Filterbandbreite bereitgestellt. In der Folge bleiben Systeme erreichbar, auch wenn Angriffe Hunderte Gbps groß werden.

 

KI-/ML-gesteuerte Angriffserkennung

Moderne Systeme analysieren Traffic-Patterns, Nutzerverhalten und Metadaten (TTL, Header, Herkunft, Fingerprints). ML-Modelle erkennen neue Angriffsmuster, die bisher unbekannt waren („Zero-Day-Angriffe“).

 

Transparenz & Reporting

Admins können live sehen welche Angriffe stattfinden, welche Filter greifen, wie viel Traffic geblockt vs. erlaubt wird, die Herkunft des Angriffs und Protokolle/Layer, die betroffen sind.

 

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