Was ist der Unterschied zwischen POP3 und IMAP?

Was ist der Unterschied zwischen POP3 und IMAP?

Vor jeder Einrichtung eines E-Mail-Postfaches stellt sich die Frage: IMAP oder POP3? Möchten Sie, z. B. auf Ihrem Smartphone mit dem jeweiligen Client aktuelle E-Mails abrufen, stoßen Sie unweigerlich auf die Begriffe POP und IMAP. Sie müssen sich für eine Variante entscheiden, vielleicht ohne zu wissen warum, oder was der Unterschied zwischen beiden Abkürzungen ist.

Das wird sich jetzt ändern! Wir erklären Ihnen genau was es mit den Begriffen auf sich hat, bzw. was der Unterschied oder die Vorteile und Nachteile sind.

Was bedeuten POP und IMAP?

POP und IMAP sind 2 verschiedene Protokolle für den Empfang von E-Mails mit Hilfe eines E-Mail-Client. Die Abkürzung POP steht für „Post Office Protocol“, welches seit der Einführung im Jahr 1984 existiert. Die aktuelle Version hat die Nummer 3, deswegen wird in der Regel der Begriff POP3 verwendet wird.

Die Abkürzung IMAP steht hingegen für „Internet Message Access Protocol“ und wurde als logische Weiterentwicklung von POP im Jahr 2003 eingeführt.

Seit 2003 konnte auch keine Weiterentwicklung des Post Office Protocol, hin zu POP4, beobachtet werden, was sicherlich weitgehend an den Vorteilen und der Durchdringung des Marktes mit IMAP liegt.

Vorteile und Nachteile von POP3 und IMAP

Im Prinzip lässt sich der Unterschied sehr einfach an der Metapher des Straßenverkehrs verdeutlichen. Während POP3 als „Einbahnstraße“ fungiert, ist IMAP in „beide Richtungen“ befahrbar.

Bei POP3 werden ausschließlich die E-Mails aus dem Posteingang des Mailserver-Postfachs heruntergeladen, es findet kein weiterer Austausch anderer Postfächer oder gar eine Synchronisierung mit dem Client statt. Abgerufene E-Mails vom Client im Gerät werden daher nur auf dem Gerät selbst gespeichert.

Es ist bei POP3 allerdings möglich dem Mailserver mitzuteilen, dass eine Kopie der eingehenden E-Mails des Posteingangs nach dem Abruf dort verbleiben soll. Entscheiden Sie sich für den Verbleib werden im Folgenden weitere Nachteile dieses Protokolls deutlich.

Melden Sie sich mit einem anderen Client auf einem anderen Gerät an, werden ALLE E-Mails des Posteingangs erneut heruntergeladen, das kostet Zeit und Traffic. Darüber hinaus kann es zu Problemen mit der zur Verfügung stehenden Speicherkapazität des Mailkontos kommen, so dass irgendwann neue Nachrichten nicht mehr angenommen werden, wenn dieser begrenzt ist.

Der Verlust oder Defekt eines Endgerätes kann daher bei der Verwendung eines POP3-Postfachs mit einiger Mehrarbeit verbunden sein, bis auf dem neuen Gerät der gleiche Postfachinhalt wiederhergestellt ist.

Genau aus diesen Nachteilen von POP3 ergeben sich die Vorteile von IMAP. Durch die Synchronisation lassen sich beliebig viele Endgeräte mit dem E-Mailkonto verknüpfen, was heute in Zeiten der Mobilität besonders wichtig ist. Das gilt zudem für sämtliche Ordner des E-Mailkontos.

Zudem können durch das Setzen von Zugriffsrechten verschiedene Personen gleichzeitig mit den Ordnern eines Postfaches bearbeiten.

Da bei IMAP alle E-Mails auf dem Mailserver verbleiben, stehen diese hier jederzeit zur Überprüfung zur Verfügung. Das dient nicht nur dem Spam- und Virenschutz, sondern besonders der Aufbewahrungspflicht von unternehmerischen Tätigkeiten

Nachteile von IMAP gibt es für Kunden im Vergleich zu POP3 eigentlich nicht. Für den Betreiber der Mailserver ergeben sich allerdings höhere Kosten bei einem IMAP-Konto, da die E-Mails nicht gelöscht werden und der Speicherbedarf meistens höher ist. Es gibt Mail-Anbieter, die aus diesem Grund für ein IMAP-Konto zusätzliche Kosten verlangen.

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